Hell oder Dunkel?
Tag 12
Hell oder Dunkel?
Hell oder Dunkel?
Die Frage klingt banal – ist sie aber nicht.
Gerade beim Thema Barriere-Freiheit zeigt sich: Es gibt nicht das richtige Design für alle.
Helles Design kann für manche Menschen anstrengend sein: zu viel Blendung, zu harte Kontraste, schnelle visuelle Ermüdung.
Dunkles Design wiederum ist für andere schwer lesbar: Buchstaben verschwimmen, Grauabstufungen wirken zu gleichmäßig, Details gehen verloren.
Barrierefreiheit heißt deshalb nicht, sich für eine Seite zu entscheiden.
Barriere-Freiheit heißt: Wahl ermöglichen.
Ein paar harte Fakten aus der Praxis:
Lichtempfindlichkeit betrifft viele – nicht nur Menschen mit Sehbehinderung, sondern auch Personen mit Migräne, Autismus oder Neurodivergenz.
Lesbarkeit hängt von Kontrast, Schriftschnitt, Zeilenlänge und Farbwahl ab – nicht nur vom Modus.
Dark Modes funktionieren nur, wenn Farben angepasst werden. Simple „invertierte“ Designs schaffen mehr Probleme als Lösungen.
User Control ist das wichtigste Prinzip: Menschen müssen entscheiden können, was sie brauchen.
Für echte Inklusion braucht es also kein „Team Hell“ oder „Team Dunkel“, sondern:
👉 Team Entscheidungsmöglichkeit.
Frage an dich:
In welchem Modus liest du lieber – und warum?